Daily Archives: 19. January 2019

#TeamFDP: Mit 42 Kandidierenden drei Sitze gewinnen

FDP-Kantonalpartei nominiert für die Nationalratswahlen

Die Freisinnigen Delegierten schicken vorerst nur elf Kandidatinnen und Kandidaten in den Nationalratswahlkampf. Die zwölfte Kandidatur wird zu einem späteren Zeitpunkt durch die Parteileitung bestimmt. Sekundiert werden die Kandidierenden auf der Hauptliste durch drei weitere Listen: Die Jungfreisinnigen, die Umweltfreisinnigen sowie die FDP Frauen treten ebenfalls mit eigenen Nationalratslisten an. Mit insgesamt 42 Kandidatinnen und Kandidaten verfolgt die FDP ein klares Ziel: Nach dem Sitzgewinn 2015 soll nun ein dritter Nationalratssitz erkämpft werden. Zudem fassten die FDP-Mitglieder einstimmig die JA-Parole zur IT-Bildungsoffensive und einstimmig die NEIN-Parole zur Zersiedelungsinitiative.

Rund 150 Delegierte trafen sich gestern Donnerstag, 17.01.2019, in Berufsbildungszentrum Buchs (BZB) für die Nominationsversammlung der FDP.Die Liberalen St.Gallen. Die Freisinnigen wurden von der Buchser Vizestadtpräsidentin und FDP-Kantonsrätin Katrin Frick begrüsst. Sie betonte, dass die Stadt Buchs viel in die Bildung und damit in die Zukunft investieren – aus diesem Grund passe es gut, dass sich die FDP in Buchs und erst noch in einer wichtigen, überregionalen Bildungsinstitution treffe.

Unsere St.Galler Ständerätin

In seinen Begrüssungsworten ging Kantonalpräsident und Kantonsrat Raphael Frei insbesondere auf die anstehenden Ständeratswahlen ein. Er strich heraus, dass der Freisinn mit Susanne Vincenz-Stauffacher vorwärts gehen und gewinnen wolle, weil er von ihrer Kompetenz und ihrem freisinnigen Profil überzeugt sei. Weil sie eben das richtige berufliche und persönliche Rüstzeug für den Ständerat mitbringe. «Wir treten an, um zu gewinnen und die 23-jährige Tradition einer freisinnigen St.Galler Ständerätin fortzuführen», gab sich Frei kämpferisch. Er hielt aber auch mit Kritik nicht zurück und ging auf einen kürzlich erschienen Artikel in einer überregionalen Zeitung sowie die Wahlempfehlung der IHK St.Gallen-Appenzell ein. «Susanne Vincenz-Stauffacher hat politische Erfahrung. Engagierte sie sich doch jahrelang in Verbänden und Vereinen. Um politisch zu arbeiten, muss man nicht im Parlament sitzen. Und ebenso wichtig wie politische Erfahrung sei eben auch die Arbeit in der Privatwirtschaft: «Susanne Vincenz-Stauffacher hat bald nach dem Rechtsstudium an der HSG den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und erfolgreich ein Kleinunternehmen aufgebaut. Genau solche Persönlichkeiten brauchen wir im Ständerat!»

Elf Kandidatinnen und Kandidaten nominiert

Haupttraktandum des Abends war aber die Nomination der Nationalratsliste. Die portierten Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich je mit einem Videoclip den Delegierten vor. Einziger Diskussionspunkt war anschliessend die Gestaltung der Listenreihenfolge – lagen doch verschiedene Anträge vor. Letztendlich obsiegte dasjenige System, das in der FDP eine lange Tradition hat: Nach dem Bisherigen werden die Kandidierenden in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Da der von der FDP-Regionalpartei portierte Robert Stadler sein Interesse an einer Kandidatur kurzfristig aus persönlichen Gründen zurückzog, wurde ein Listenplatz noch nicht besetzt. Die Delegierten ermächtigten aber die Parteileitung, selbstständig eine Kandidatur für den letzten freien Listenplatz zu suchen und nachzunominieren.

Unterschiedlichste Persönlichkeiten und Hintergründe

Die stärken der präsentierten Liste sind offensichtlich. So darf die FDP Kandidierende aus allen Wahlkreisen verzeichnen. Die 11 Frauen und Männer weisen unterschiedlichste berufliche und persönliche Hintergründe auf. Das überzeugte auch die Delegierten. Sie nominierten folgende Kandidatinnen und Kandidaten:

  1. Marcel Dobler (bisher), Nationalrat, Unternehmer, Rapperswil-Jona
  2. Dr. Brigitte Bailer, Unternehmerin, Rapperswil-Jona
  3. Stefan Britschgi, Kantonsrat, Unternehmer, Diepoldsau
  4. Raphael Frei, Kantonsrat und Kantonalpräsident, Schulleiter, Rorschacherberg
  5. Mathias Gabathuler, lic. phil., Rektor, St.Gallen
  6. Kilian Looser, Kantonsrat, Gemeindepräsident, Nesslau
  7. Ingrid E Markart-Kaufmann, RA lic. iur. HSG, Geschäftsführerin, Oberuzwil
  8. Jigme Norbu Shitsetsang, Kantonsrat, Amtsleiter, Wil
  9. Beat Tinner, Kantonsrat und Fraktionspräsident, Gemeindepräsident, Wartau
  10. Susanne Vincenz-Stauffacher, RA lic. iur. HSG, Kantonsrätin, selbstständige Rechtsanwältin
  11. Karin Weigelt, Unternehmerin, Sargans

#TeamFDP tritt mit vier Listen an

Nach der Hauptliste stellten sich auch die Jungfreisinnigen, die Umweltfreisinnigen sowie die FDP-Frauen vor, die ebenfalls mit eigenen Listen antreten. Die Delegierten hiessen entsprechende Unterlistenverbindungen gut. Damit tritt das #TeamFDP mit insgesamt 42 Kandidierenden zu den Nationalratswahlen an. Erklärtes Ziel ist es, so Vizepräsident und Wahlkampfleiter Dr. Sven Bradke «den zweiten Nationalratssitz zu verteidigen und einen dritten Sitz anzustreben. Mit unserem breiten und grossen Kandidierendenfeld kann uns das gelingen.»

Einmal JA und einmal NEIN

Den Abschluss der Versammlung machten die Parolenfassungen zu zwei anstehenden Abstimmungsvorlagen: Robert Stadler, stv. Direktor der Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell, präsentierte den Freisinnigen den Kantonsratsbeschluss über einen Sonderkredit für die IT-Bildungsoffensive. Ueli Strauss-Gallmann, selbstständiger Raumplaner und Nationalratskandidat der Umweltfreisinnigen, hielt ein Referat zur Zersiedelungsinitiative. Die Delegierten folgten der Empfehlung der beiden Referenten und fassten die einstimmige JA-Parole für die IT-Bildungsoffensive und die einstimmige NEIN-Parole zur Zersiedelungsinitiative.

#TeamFDP: Näher zu den Menschen – wir bewegen!

Rede des Kantonalpräsidenten Raphael Frei

Nun ist es also soweit. Das Wahljahr beginnt. Besser gesagt: Die Wahljahre. Nach zwei «mageren Jah-ren», in denen wir uns erholen konnte, folgen nun zwei «fette Jahre». Herzlich willkommen in Buchs! Ich habe Sie am letzten Parteitag dazu aufgerufen, langsam aus dem Winterschlaf aufzuwachen und sich bereit zu machen. Denn Sie wissen: «Es läuft das Wild nicht in den Rachen des schlafenden Löwen.»

Sitz 23 Jahre in FDP-Frauen-Hand

Ich hoffe, Sie sind wach! Denn der Wahlmarathon beginnt sogar noch einige Monate früher. Aufgrund der glanzvollen Wahl unserer ehemaligen Ständerätin Karin Keller-Sutter in den Bundesrat stehen bereits am 10. März 2019 Ersatzwahlen an. Wir treten mit Kantonsrätin Susanne Vincenz-Stauffacher an, um diesen Sitz zu verteidigen und die 23-jährige Tradition freisinniger St.Galler Ständerätinnen fortzuführen. Wir wä-ren aber nicht die FDP, wenn wir ausschliesslich darauf aus wären, Traditionen zu bewahren. Nein: Mit Susanne Vincenz-Stauffacher wollen wir vorwärts gehen und gewinnen, weil wir überzeugt sind von ihrer Kompetenz und ihrem freisinnigen Profil. Weil sie das richtige berufliche und persönliche Rüstzeug für dieses Amt mitbringt und weil sich ihr politischer Kompass mit unserer Werten Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt deckt.

Erfahrene Kandidatin aus der Wirtschaft

Das St.Galler Tagblatt spricht unserer Kandidatin permanent die politische Erfahrung ab – sei sie doch erst wenige Monate Kantonsrätin: Aber, geschätzte Damen und Herren, wie viel politische Erfahrung haben demnach diese geschätzten Journalistinnen und Journalisten, die solche Urteile fällen? Ja: Gar keine! Meines Wissens sitzen nämlich keine Tagblatt-Journalistin und kein Tagblatt-Journalist im Kantonsrat. Nehmen wir das also nicht ernst und sind uns bewusst: Unsere Kandidatin hat politische Erfahrung: Sie hat sich jahrelang auf verschiedenen Stufen für unsere Partei eingesetzt. Zuletzt als Vizepräsidentin der Kantonalpartei. Sie hat sich zudem in zahlreichen Ehrenämtern sehr wohl politisch betätigt – denn Politik passiert nicht nur im Ratssaal. Fast wichtiger ist das drum herum. Und hier weiss sie genau, wo «Bartli den Most» holt. Und seien Sie gewiss: Ebenso wichtig wie politische Erfahrung ist Erfahrung in der Privatwirtschaft. Und davon weist sie wohl von allen Kandidatinnen und Kandidaten am meisten auf. Das hat zwar nicht dafür gereicht, dass sich der Wirtschaftsverband IHK St.Gallen-Appenzell für sie aus-gesprochen hat und stattdessen den Finanzdirektor zur Wahl empfiehlt. Aber das liegt wohl auch eher daran, dass der Regierungsrat Benedikt Würth im Verwaltungsrat der St.Galler Kantonalbank AG sitzt, deren CEO wiederum die IHK St.Gallen-Appenzell präsidiert. Sei’s drum. Für mich ist klar: Susanne Vincenz-Stauffacher ist unsere St.Galler Ständerätin. Ich hoffe, wir dürfen bis und am 10. März 2019 auf Ihre volle Unterstützung zählen.

Drei Nationalratssitze als Ziel

Die Ständeratswahlen sind aber nicht der eigentliche Anlass für ihr heutiges Kommen: Heute entscheiden Sie, welche 12 Persönlichkeiten Sie für den St.Galler Freisinn in den Wahlkampf schicken. Die Parteileitung hat die zwei «mageren Jahre» dazu verwendet, eine top Nationalratsliste zusammenzustellen. Wir dürfen Ihnen heute Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Kantonsteilen, aus unterschiedlichen Alters-gruppen und mit ganz unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Hintergründen präsentieren. Mit diesem 12er-Team möchten wir die nächsten Wahlen gewinnen und minimal unsere zwei Sitze halten und einen dritten Sitz anstreben. Sekundiert wird unsere FDP-Hauptliste von drei weiteren Toplisten: Die Jungfreisinnigen des Kantons St.Gallen steigen mit einer 12er, die Umweltfreisinnigen mit einer 6er-Liste ins Rennen. Und erstmals in der Geschichte das Kantons dürfen wir auch 12 Kandidatinnen der FDP Frauen in unserem #TeamFDP für Bern begrüssen. Alle drei Listen werden Ihnen später noch vorgestellt.

#TeamFDP: Von Haustür zu Haustür

Diese Wahlen gewinnen unsere 42 Kandidatinnen und Kandidaten sowie die FDP nur, wenn wir gemeinsam marschieren und auch neue Wege beschreiten. Wir werden in unserem Wahlkampf beispielsweise von Haustür zu Haustür gehen, um weitere Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Bereits für den Wahlkampf von Susanne Vincenz-Stauffacher werden wir das versuchen. Einige von Ihnen wurden diesbezüglich bereits von unserem Geschäftsführer Christoph Graf angeschrieben. Ich rufe Sie hiermit auf, insgesamt für neue Formen des Wahlkampfs offen zu sein und im konkreten Fall bei diesem Door2Door-Projekt mitzumachen. Klar, es braucht etwas Überwindung. Aber es ist eine enorme Chance für den Freisinn. Wir sind die Partei, mit den Köpfen. Lassen Sie uns aber heute auch die Partei sein, die bei den Menschen ist. Ich zähle auf Sie! Wir bewegen!

Gemeinsam weiterkommen!

Ich wünsche Ihnen nun eine spannende Nominationsversammlung. Da ich Sie heute Abend selbst darum bitten werde, für die FDP ins Rennen zu steigen werde ich das Wort für die nächsten Traktanden meinem Vizepräsidenten und Wahlkampfleiter, Dr. Sven Bradke übergeben. Machen wir das, was wir machen, mit Herzblut. Denn nur so können wir gemeinsam weiterkommen!

Kantonsrat Raphael Frei, Kantonalpräsident