Freisinnige setzen sich für Kulturwohnung in Rom ein

 Privater Verein sichert Fortbestand des Angebots

Im Rahmen der Beratungen zum Entlastungspaket 2013 hat der St.Galler Kantonsrat am vergangenen Dienstag der Streichung des Staatsbeitrags für die Atelierwohnung in Rom zugestimmt. Mit Peter Kleger (St.Gallen) und Kantonsrat Andreas Hartmann (Rorschach) setzen sich zwei Freisinnige an vorderster Front für die Erhaltung des Angebots ein. Nach der Devise „Privat vor Staat“ kämpfen sie für eine private Finanzierung des Ateliers. Bereits kann ein erster Erfolg verbucht werden.

St.Gallen, 28.06.2013 | „Rom darf nicht untergehen!“. So lautet das Motto, das sich der zu gründende Verein „Freunde Kulturwohnung Rom“ auf seine Fahne geschrieben hat. Der Verein  möchte sicherstellen, dass das bis anhin vom Kanton St.Gallen finanzierte Kulturatelier in der italienischen Hauptstadt Kunstschaffenden bis mindestens ins Jahr 2017 zur Verfügung gestellt werden kann. Darüber hinaus ist ein längerfristiges Engagement geplant. Gegen Ende des Sommers will der Vorstand die Öffentlichkeit mit detaillierteren Informationen versorgen.

Nachdem der Kantonsrat den Staatsbeitrag gestrichen hat, kann der Verein bereits einen ersten Erfolg verbuchen. Die Fredy & Regula Lienhard-Stiftung, Teufen, hat spontan einen Betrag von 50‘000 Franken gesprochen. Damit ist die Finanzierung der Wohnung für das Jahr 2014 bereits gesichert!

Freisinnige in der ersten Reihe

Präsidiert wird der Verein von Peter Kleger (St.Gallen), dem pensionierten Leiter der Direktion Klubschulen/Freizeitanlagen/Kulturelles von Migros Ostschweiz. Der ehemalige Leiter von Migros-Kulturprozent ist langjähriges Mitglied der FDP und kandidierte im vergangenen Herbst für die Freisinnigen um einen Sitz im St.Galler Stadtparlament. Das Vizepräsidium bekleidet mit Kantonsrat Andreas Hartmann (Rorschach) der langjährige frühere Fraktionschef der FDP-Fraktion. Als Beisitzerin komplettiert Alt Regierungsrätin Kathrin Hilber  den Vorstand.

Wertvolle Institution

In den letzten 10 Jahren haben gegen 40 Künstler aus den verschiedensten Sparten (angewandte Kunst, bildende Kunst, Film, Musik, Tanz, Theater) im Rahmen von dreimonatigen Aufenthalten vom Römer Kulturatelier profitieren können. Die Wohnung gibt den Künstlerinnen und Künstlern die nötige Zeit, in einem völlig anderen Umfeld ihre Ideen, Projekte und Werke auszuarbeiten oder ihre künstlerische Tätigkeit weiter zu entwickeln.